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Wie die Meutherer in der AfD denken & handeln

Wie die Meutherer in der AfD denken und handeln, offenbarte sich während des virtuelle Stammtisches des Kreisverbandes Bad Kreuznach der AfD am 21.12.2020. Zwischen 15 und 25 Teilnehmer, ungefähr zur Hälfte aus Landkreis, die anderen aus RLP, HE und NRW hatten Gelegenheit, sich über die Arbeit der beiden -AfD Bundestagsabgeordneten Joana Cotar (ehem. CDU) und Uwe Schulz (ehem. CDU) zu informieren und anschließend zu diskutieren. Eben eine „Berlin Revue“.

Bewerbung der Berlin-Revue im Netz

Sie wollen von den Qualitätsmedien gemocht werden!

Die Installation der Bundestagsfraktion der AfD im Jahre 2017 war eine logistische und fachliche Meisterleistung. Die anderen Fraktionen konnten auf die Vorarbeiten der vergangenen Legislaturperioden zurückgreifen, die AfD musste aus dem Stand fast 100 Abgeordnete versorgen. Das bleibt allerdings eine Meisterleistung, auch wenn man das einem Qualitätsjournalisten erzählt und der das nicht explizit toll findet. Uwe Schulz sollte nicht völlig enttäuscht sein, wenn ein Schmierant so eine Leistung der AfD nicht würdigt, wenn man ihm davon berichtet. Diese Leute dürfen von Berufs wegen nämlich die AfD und ihre Mitglieder nicht leiden. Sie bekommen extra Geld vom Staat, damit sie uns hassen.

Manche AfDler lernen das auf die harte Tour.

Wir brauchen keine EfD

Interessant allerdings dass die AfD-Fraktion ca. 150 Angestellte hat, ohne die Mitarbeiter, die die Abgeordneten noch selbst beschäftigen. Durch solche Informationen erfährt der geneigte Zuhörer erst, in welchem Loch im Fass die Milliarden verschwinden, die das BRD-System verschlingt. Eine wirkliche Alternative ist für Deutschland überlebenswichtig, leider träumen grosse Teile der AfD von einer Ergänzung für Deutschland (EfD), wie wir weiter unten noch sehen werden. Götz Kubitschek hat mit seiner Beurteilung der Lage vollkommen recht.

Ist China unser Problem?

Ganz transatlantisch gebärdeten sich die beiden Vortragenden, als es um die Zusammenarbeit mit der chinesischen Firma Huawei ging. Da sich die EU und die Regierungen der EU-Länder lieber um den Umweltschutz und Gender Mainstreaming kümmern, gibt es in Europa keine ernstzunehmenden Hardwarehersteller für moderne Kommunikation mehr. Also muss man auf anderen Kontinenten einkaufen. Da bieten sich zur Zeit die Vereinigten Staaten von Amerika und China an. Dass China nicht in Frage kommt, ist für die beiden Abgeordneten völlig klar. Damit geben sie sich als Transatlantiker zu erkennen, um auch hier mal eines dieser bescheuerten Buzzwords zu benutzen.

Der Grund ist, dass China unseren Mittelstand aufkaufen würde. Das ist natürlich nur bei den Chinesen schlimm, die US-amerikanischen Hedgefonds, die dasselbe tun, spielen keine Rolle.

Auch die beiden Weltkriege, die Vernichtung unserer Innenstädte und die seit 80 Jahren andauernde Besetzung des Landes durch US-Truppen lässt Herr Schulz nicht gelten: Das läge lange zurück. Also bis auf die Besatzung! Von den Lügen, die immer noch über dem deutschen Volk ausgebreitet werden, ganz zu schweigen. Obwohl wir Stefan Scheil in unseren Reihen haben, der Historiker ist und den Hoax in zahlreichen Büchern zerlegt hat.

Den technischen Fortschritt hält auch die AfD nicht auf

Ein grosses Problem der AfD-Fraktion im Bundestag ist, dass Fachleute und Gutachter nur ungern zur Zusammenarbeit bereit sind, weil sie anschliessend in ihren Berufen verbrannt sind. Das ist ein typisches Merkmal eines Gesinnungsstaats. Aus der Sicht der AfD sollte es wieder ein sicheres Zeichen sein, dass die Partei eine Alternative und keine Ergänzung ist. Ein Hinweis, dass man sich nicht an die Altparteien und die Qualitätsmedien heranwanzt. Wir gehören eben nicht zum System.

Leider bekämpft die AfD-Fraktion nun auch den technischen Fortschritt und handelt damit, wie die Grün_X_*Innen. In der Enquete-Kommission will man Sorge tragen, dass „durch künstliche Intelligenz“ keine Arbeitsplätze verloren gehen. Die bescheuerte Idee, dass der technische Fortschritt für Arbeitslosigkeit sorgt und dass man ihn Aufhalten könne, ist doch seit dem „Weberaufstand“ durch. Oder vielleicht noch früher. Viele Menschen denken ja, dass es ihnen besser geht, als ihren Eltern, läge an der Demokratie. Das ist natürlich Blödsinn, weil Demokratie teuer ist (siehe oben). Die Leute, die nicht beim Staat angestellt sind, müssen immer noch eine Anzahl von Parlamentariern und ihren Mitarbeitern mitbezahlen. Nein, der Wohlstand ist auf den technischen Fortschritt zurückzuführen, der seit der industrielle Revolution geradezu explodiert ist. Dann kamen Wissenschaftler und haben ihn eingeteilt: Automatisierung, Digitalisierung und jetzt eben künstliche Intelligenz, auch Industrie 4.0. Und da ist sie wieder, die Angst der Weber vor dem Arbeitsplatzverlust.

Die Industrie 4.0 ist aber nicht daran Schuld, sondern grüne Politik: Die Auto-Industrie zieht weg, die Energieerzeugung findet im Ausland statt, Fachkräfte wandern aus. Aber die Transatlantiker in der AfD haben Angst, dass der technische Fortschritt Arbeitsplätze vernichtet.

Hier wäre ein Betätigungsfeld für die Fachkräfte in der AfD, statt dessen bevorzugen es die Referenten, den technischen Fortschritt schlechtzureden.

Meuthen läuft Amok

Natürlich kam auch der jüngste Amoklauf des Jörg Meuthen zur Sprache. Zumal Frau Cotar Mitglied im Bunzvorstand ist und der am selben Tag den verdienten Roland Hartwig als Vorsitzenden der Arbeitsgruppe Verfassungsschutz abgewählt hat. Frau Cotar teilte mit, dass sie selber mit ja gestimmt habe und nur Chrupalla mit nein. Das Ergebnis ist aber etwas komplizierter und kam nach vorliegenden Erkenntnissen wie folgt zustande: A. Weidel und S. Brandtner nicht anwesend, T. Chrupalla nein, S. Protschka und B. von Storch Enthaltung, der Rest stimmte mit ja.

Mut zu Hinterzimmerentscheidungen

Natürlich hätte die Teilnehmer des virtuellen Stammtischs interessiert, welche Gründe zu diesem Rausschmiss geführt haben. Aber Frau Cotar wollte trotz Nachfrage keine Informationen liefern. „Mut zur Wahrheit“ geht anders.

Marketing im Landkreis Giessen

Während der Vorstellung der Referenten erwähnte Herr Schulz, dass der Kreisverband Giessen der zweitgrößte in Hessen sei und dass das unten anderem am Marketing und somit am engen Kontakt des Vorstands zu den Mitgliedern läge. Da dieses Thema natürlich von grosser praktischer Relevanz auch für den KV Bad Kreuznach ist, wurde es am Ende auch noch diskutiert.

Frau Cotar und Herr Schulz erwähnten insbesondere Verteilung von Broschüren und gemeinsame Aktivitäten. Es werden Stadtführungen durchgeführt, Spaziergänge mit den Hundefreunden Giessen e.V. und Wanderungen im Umland. Diese Massnahmen schaffen Nähe, erforderten aber das Engagement der Vorstandsmitglieder. Der KV Bad Kreuznach sollte derlei Aktionen in Betracht ziehen, um sich aus seiner erbärmlichen Lage zu befreien.

Wer will schon mit Meuthen in Verbindung gebracht werden?

Kontrovers wurde diskutiert, wie man sich gegenüber Vorfeldorganisationen verhalten soll. Insbesondere das Verhältnis zu den in Zeiten (Plural!) von Corona erfolgreichen Querdenkern kam zur Sprache. Einerseits will man nicht mit Leuten „wie Hiltmann“ in Verbindung gebracht werden, andererseits sind dort Leute anzutreffen, die genauso regimekritisch sind, wie wir, die aber noch einen Anstoß brauchen, damit sie uns wählen.

Resüme

Eine sehr informative Veranstaltung, wichtige Feindbeobachtung und Tipps für die zukünftige Arbeit.

3 Antworten auf „Wie die Meutherer in der AfD denken & handeln“

Ein bißchen Regimekritiker ist wie ein bisschen schwanger.

Interessant zu lesen, dass China die Schuld am Niedergang Deutschlands in die Schuhe geschoben wird. Dies ist natürlich billige und flott dahergeschnatterte Hauptstrommeinung. Nur, für Mitglieder der „AfD“-Fraktion im Deutschen Bundestag einfach zu wenig. Entweder waren sie zu faul es richtig zu erklären oder – was die Katastrophe wäre – sie wissen es einfach nicht besser.
Der rasante Absturz Deutschland nahm so richtig Fahrt auf als das Land sich einen giftgrünen deutschlandhassenden Vizekanzler geleistet hat, dessen größte Leistung es bis dahin war in Frankfurt den Taxischein zu machen.

Nach knapp 4 Jahren im Bundestag stellt sich die Frage, was hat die „AfD“-Fraktion den positives Bewirkt?
Von der Leistung schier Unfassbar skandalöser Vorgänge zur Vernichtung Deutschlands aufzudecken einmal abgesehen.
– An welcher Stelle wurde das Ruder herumgerißen (Stichwort Bildungsmisere)?
– Wo genau hat sich aufgrund hervorragender parlamentarischer Arbeit die Lebensqualität für alle spürbar verbessert?
– Wo bleibt nach dem Abservieren sehr erfolgreicher „AfD“ Landespolitiker in den neunen Bundesländern, denn nun der in den alten Bundesländern versprochener Aufschwung in der Wählergunst? (5 – 8% sind peinlich)

Grundsätzlich ist es zu begrüßen, dass die Granden der „AfD“ im Bundestag sich den Fragen der Mitgliedern, Freunden und Förderern online stellen.
Auch wenn sich wie wohl geschehen Abgründe zwischen den Erwartungen der einfachen Mitgliedern und einzelnen Abgeordneten auftun.

Bleiben wir kritisch.

Vielleicht würde es der AfD gut tun, wenn sie vom Verfassungsschutz beobachtet würde. Dann könnten eine Menge Beamte und andere vom Staat abhängige die Partei verlassen – und damit sehr viele selbsternannte „bürgerliche“.

Keine Ahnung ist auch ne Meinung, die ich als Landesbeamter und langjähriges AfD-Mitglied mit Funktionsaufgaben natürlich akzeptiere, aber nicht ohne Kommentar so stehen lasse, weil falsch!
Es gibt sehr wenige Beamte, die sich offen zur AfD bekennen, weil dadurch Ende Karriere und sonstige Unannehmlichkeiten einhergehen, welche ich und ein ehemaliger AfD‘ler zu spüren bekamen!
Ich hab ne bessere Idee: Wir wählen alle die Grünen und sind dann spätestens 4 Jahre später mit über 50 % der Wählerstimmen am regieren und können den Karren, der bekanntlich schon im Dreck steht, aber nach den Grünen auch dort drinnen feststeckt, wieder rausziehen!😉

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