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Betreutes Denken

Die Medienlandschaft der Bundesrepublik Deutschand treibt schon seit längerer Zeit Blüten, die wir bisher nur aus den Horrorzeiten der real existierenden DDRv1.0 (1949 – 1990) kannten. Die deutsche Qualitätspresse wird bei ihren Heucheleien nicht einmal mehr rot, wie ja bereits hier zu sehen ist. In Fachkreisen wird die schweizer Presse mittlerweile als neues Westfernsehn bezeichnet.

Jüngst hat sich in Bad Kreuznach ein neuerlicher Tiefpunkt der Pressearbeit linksgrün-versiffter Möchtegern-Schmieranten ereignet. Die beiden selbsternannten „Journalisten“ Marc Bremmer und Yuliyan Ilev, die für „kreuznachgehört“ agitieren, haben einen Brief an die Bürgermeisternde und die Stadtratenden geschrieben. Vordergründig werden die Politiker darin aufgefordert, zur AfD auf Distanz zu gehen. In Wahrheit handelt es sich jedoch vermutlich um eine Drohung mit Gewalt gegen Eigentum und Gesundheit der betroffenen Leute und ihrer Angehörigen. So ging es ja nicht zuletzt dem FDPler Kemmerich.

Da unsere beiden Helden so oft von Fakten, Evidenz und wissenschaftlichen Ergebnissen schreiben, fangen wir doch damit mal an. Seit wann gibt es einen Ortsverband? Und wenn nein, wie soll dieser durch die Stadt laufen? Man möchte ihnen entgegenschmettern: Recherchiert mal bitte erst und schreibt dann nicht so einen Quatsch zusammen. Am Besten konzentriert euch auf Liveübertragungen aus dem Stadtrat, da könnt ihr nur technische Fehler begehen!

Die „Pestmärsche„, wie die Veranstalter sie gerne nennen, fanden an mehreren Samstagen des vergangenen Jahres statt. Kein Vertreter der suspekten Organisation „kreuznachhören“ hat zu den Veranstaltern Kontakt aufgenommen, um sich über Mitglieder und Inhalte zu informieren. Man bemängelt fehlende Fakten und schreibt Mist! Typisch für linke Journalisten.

Wir von AiD sind da ganz anders. Wir haben nachgefragt.

Die Organisatoren des Pestmarschs ärgern sich seht über die überzogenen und ihrer Meinung nach kontraproduktiven Maßnahmen der Bundesregierung und der Landesregierungen. Sie sagen, dass COVID19 eine Lungenentzündung sei, die wie alle Lungenentzündungen generell unangenehm seien. Aus zwei wesentlichen Gründen hätten wir es aber nicht mit einer epidemischen Notlage von nationaler Tragweite zu tun:

1. Es gibt 2020 keine Übersterblichkeit

Tägliche Sterbezahlen im Jahresverlauf 1016 – 2020. Der Pfeil bezeichnet den Zeitpunkt, als der jüngste Schließrunter begann. Quelle

Exkurs: Im Lkr. Bad Kreuznach leben 158.345 Bürgende (Quelle). Es sind bis zum 8.1.2021 58 (in Worten achtundfünfzig) Menschen an und mit Corona gestorben (Quelle). In einem Landkreis mit fast 160k Einwohnern muss mit ca. 1.900 Sterbefällen pro Jahr gerechnet werden. Die an und mit Corona Gestorbenen sind also ca. 3 % der zu erwartenden Toten.

2. Es sterben fast nur alte Leute. Also muss man die schützen, nicht die Kinder!

Anzahl „Corona-Tote“ nach Altersgruppen. Quelle: statis.de

Diese Tatsache deutet darauf hin, dass unter den 58 Corona-Toten eine große Anzahl von „mit-Corona-Gestorbenen“ sind. Es sind also in Wirklichkeit deutlich weniger Menschen an Corona gestorben, als 58.

Das sind erstmal genügend Fakten, wir wollen die beiden linken Vögel schließlich nicht überfordern.

Der Pestmarsch selber beruht btw auf einem Film der britischen Gruppe „Montypythen“, hier die Szene:

Zugegeben: Deren Humor war richtig schwarz. (Darf man das övverhaup noch sagen?)

Hier nun der heuchlerische Brief der selbsternannten Journalisten, der zwischen den Zeilen massive Gewaltdrohungen enthält (Fehler wie im Original):

Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, Sehr geehrte Stadträte

am 30. Januar 2020 haben wir die erste Sitzung des Stadtrats aufgenommen und für alle Bürger:Innen zum Nachhören online gestellt. Dies erfordert viel Zeit, Aufwand und bei Manchem, was hier diskutiert wird auch Kraft. Deswegen möchten wir uns an dieser Stelle bei allen Ratsmitgliedern, die uns ihre Zustimmung zum Aufzeichnen und Veröffentlichen gegeben haben, bedanken. Eine Zustimmung erleichtert uns die Arbeit, denn der Zensurprozess entfällt.

Danke dafür!

Aber wir wollen heute nicht nur danke sagen. Wir treten auch mit einer Bitte an sie heran.

Unser Anliegen an alle Mitglieder des Stadtrats: Distanzieren Sie sich von der AfD und ihren Mitgliedern. Die AfD ist eine demokratiefeindliche Partei und das einzige „alternative“ an ihr sind die Realitäten die sie schafft. Egal ob Euro-, Migrations-, Klima oder Coronakrise, die AfD ignoriert fundierte, evidenzbasierte Fakten und erschafft ihre eigene Wirklichkeit. Wissenschaftliche Untersuchungen und Ergebnisse werden ignoriert und oft das Gegenteil behauptet.

Denn die AfD will keine mündigen Bürger, die sich auf Basis von Fakten ihre eigene politische Meinung bilden. Deswegen streut die AfD bewusst Desinformation, um unsere Gesellschaft zu spalten und ein Misstrauen in Politik, Wissenschaft und Medien zu fördern. Dafür ist sich auch der hiesige Ortsverband nicht zu schade und läuft im Pestdoktorenkostüm durch die Fußgängerzone unserer Stadt und schreit lauthals „Wo habt ihr eure Toten versteckt?“. Ein respektloser Akt, nicht nur den 58 verstorbenen Bürgern gegenüber (Stand 08.01.2021), sondern auch jedem einzelnen unter Ihnen der für eine aufgeklärte Gesellschaft steht.

Denn Aufklärung ist der größte Feind der AfD.

Aufklärung schafft mündige, selbst denkende Bürger:innen. Etwas das die AfD unbedingt vermeiden will. Und auch wenn die AfD dieses Gesicht während den Sitzungen selten zeigt, ist es vorhanden und zu sehen in den sozialen Medien auf den Profilen aller AfD Ratsmitglieder.

Deswegen unsere Bitte an alle demokratischen Parteien, insbesondere die Konservativen: Verteidigen Sie die demokratischen Werte, den Diskursraum, die Objektivität mit einer klaren und konsequenten Maßnahme: Distanzieren Sie sich von der AfD!

Das gehört zu den demokratischsten und stärksten Dingen, die sie als Stadträte in ihrer Amtszeit tun können.

Sollten sie aktuell Mitglied der AfD sein und gegen die antidemokratischen Vorgehensweise ihrer Partei sein, tun sie es doch ihrem Kollegen Behrendt gleich und (re)integrieren sie sich in die freiheitlich demokratische Parteienlandschaft.

Vielen dank für ihre Aufmerksamkeit

Marc Bremmer & Yuliyan Ilev#

Der Kollege Behrendt, oder haben sie sich ein Genosse gerade noch verkniffen? Ganz schlechtes Beispiel und längst historisiert.

3 Antworten auf „Betreutes Denken“

Einen von den beiden Realitätsverweigerern kenne ich und kann bestätigen, dass hier ein äußerst starker Hang zum fußballerisch ausgedrückten Linksaußen besteht, übrigens genauso wie bei den „Reportern“ Weber und Bartels, die bei der AZ unter Vertrag stehen.
Es grüßt die Realität!
Lutz Haufe

Bei den Corona Spaziergängen sind viele Krankenschwestern, Pfleger und andere Angehörte aus dem Bereich Gesundheit mit dabei.

Haben die ‚anti’FA Tontechnik_X_*Innen auch offene (Droh-)Briefe an die betreffenden Krankenhäuser und andere Sozialen Einrichtungen geschrieben?

Laut einigen inoffiziellen Quellen, kommt es bei Abstimmungen im Stadtrat und seinen Gremien häufig vor, dass die freiheitlich-konservative AfD-Fraktion zusammen MIT der SED/DieLinke gemeinsam zum Wohle für die Stadt abstimmt.
Müssen die Vertreter der SED/DieLinke mit Hausbesuchen der ‚anti’FA rechnen, weil sie offensichtlich mit der AfD-Fraktion zusammenarbeitet?

Staatsschutz übernehmen Sie.
Oder besser die Nervenheilanstalt?

Festzustellen ist, Teile der Stadtverwaltung ist sich nicht zu schade um mit diesen extremistischen Gestalten die zusammenarbeiten zu suchen. Die Frage ist, warum tut sie das?

Es ist ein wesentliches Merkmal einer Diktatur, die Opposition zu diskreditieren und Repressalien auszusetzen. Das fängt mit Hass und Ausgrenzung an und endet in Gewalt und Zerstörung von Existenzen.

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