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Menschheitswiege im Allgäu

Inzwischen wurden in Mitteleuropa, genauer im Ost-Allgäu spektakuläre Hominiden-Skelette entdeckt, die von dem Forscherteam um Madelaine Böhme (Paläontologisches Institut Universität Tübingen) letztgesichert 2018/2019 veröffentlicht wurden. Diese Vorfahren des Menschen lebten vor fast zwölf Millionen Jahren hier in Mitteleuropa und hatten bereits die Fähigkeit zum aufrechten Gang entwickelt („homo erectus“). Damit sind diese Funde um ein Vielfaches älter als Funde aus Ost-Afrika (zwei bis drei Millionen Jahre). 

Zum Erstaunen der deutschen Paläontologin Böhme und ihres Teams ähnelten die Skelette mehr den Menschen als den Menschenaffen. Die Überreste des „Danuvius guggenmosi“, wie diese Hominiden wissenschaftlich bezeichnet wurden, sind ein „Meilenstein der Paläoanthropologie“, denn sie stellen die bisherige Sichtweise auf die Evolution der großen Menschenaffen und des Menschen grundlegend in Frage. Aus Sicht von Böhme sind „die Funde aus Süddeutschland eine Weltsensation,“ da hierdurch davon auszugehen ist, daß Mitteleuropa seine eigene Menschheitsentwicklung geleistet hat. Die These, die Menschheit käme ausschließlich aus Afrika, läßt sich demnach so nicht aufrechterhalten. Das heutige Mitteleuropa, genauer auch das heutige Allgäu kann als eine der Wiegen der Menschheit bezeichnet werden.

Heidrun Christine Schüler, Osnabrück

Zu: „Der Pionier unserer Ahnenreihe“ von Dieter Menke, JF 18/21

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