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AfD

Der erste Diener

Schlüssel zum Erfolg 1

Im Folgenden haben wir einen lesenswerten Beitrag Björn Höckes von seinem Telegram-Kanal kopiert. Den Inhalt sollten sich alle AfD-Mitglieder ins Stammbuch schreiben, die Funktionsträger für ihre innerparteiliche Arbeit, die Delegierten als Grundlage für die Wahlentscheidungen:

Teil 1: Konsens und Geschlossenheit

Ich bin seit 2013 Landes- und seit 2014 Fraktionsvorsitzender, somit der dienstälteste Landes- und Fraktionsvorsitzende in der AfD. Und unsere Partei ist in Thüringen auf Erfolgskurs. Irgendetwas müssen wir hier also richtig gemacht haben — vielleicht gibt es ja etwas, das andere Verbände davon lernen könnten oder das auf den Bund übertragbar wäre?

Neutralität

Sicherlich ist ein Schlüssel zum Erfolg die (relative) Geschlossenheit der AfD in meinem Landesverband. Natürlich gibt es auch bei uns Probleme, es »menschelt« wie überall, wo viele Menschen zusammenkommen und wo unterschiedliche Interessen und Charaktere aufeinandertreffen. Aber wir versuchen diese Konflikte nach Möglichkeit zu reduzieren. Einen wichtigen Beitrag dazu leistet der Dienstethos, den wir im Landesvorstand leben. Ein Sprecher seines Verbandes hat seine Mitglieder nach außen zu repräsentieren. Deswegen hat sich der Vorstand neutral zu verhalten. Leider haben wir oft erleben müssen, daß auf Bundesebene Vorstandsmitglieder ihre Wahl als Auftrag mißverstanden haben, die Partei in ihrem Sinne umzukrempeln. Bei Wahlentscheidungen mit knapper Mehrheit gibt es dann einen nicht unerheblich großen Teil an Mitgliedern, die sich als Verlierer fühlen müssen — Unmut macht sich breit, innerparteiliche Opposition baut sich auf, die Partei versinkt im Selbstbeschäftigungsmodus. In vielen Landesverbänden und im Bundesverband müssen wir das seit Jahren bis in die Gegenwart hinein beobachten.

Keine Verlierer

Bei uns sollte es keine »Verlierer« geben. Als Partei gewinnen wir zusammen — und wir stehen auch in schweren Zeiten zusammen. Dieses Gefühl des Zusammenhalts ist immens wichtig für die Motivation der Mitglieder. Nichts schadet uns so wie Uneinigkeit, nichts demotiviert die Wahlkämpfer an der Basis so sehr wie Streit in der Führungsebene.

Auch deswegen arbeitet der Thüringer Landesvorstand nach dem Konsensprinzip. Wir diskutieren die Themen ausgiebig. Und es wird erst eine Entscheidung getroffen, wenn wirklich der gesamte Vorstand dahinterstehen kann. Das verlangt aber von jedem einzelnen Vorstandsmitglied ein hohes Maß an Verantwortung für die Gesamtpartei und die Bereitschaft, notfalls auch einmal eine abweichende Meinung für die zu treffende Entscheidung zurückzustellen, weil der Parteifrieden in der Sache wichtiger ist. Kommt man bei einem wichtigen Streitthema zu keiner Konsenslösung, muß darüber auf einem Parteitag abgestimmt werden. Auf Bundesebene könnte auch ein »Ältestenrat« als »Abklingbecken« für Streithemen eingerichtet werden, denn das Führungspersonal einer Oppositionspartei darf sich nicht vom Druck der Tagespolitik treiben lassen. Die persönlichen Interessen zurückzustellen, der Fremdbeschleunigung durch die Regierungsmedien zu widerstehen, das sind die charakterlichen Grundlagen des Konsensprinzips.
Insofern sollte die kommende Bundesvorstandswahl vor allem eine Charakterwahl sein.

Quelle: https://t.me/BjoernHoeckeAfD/1004https://t.me/BjoernHoeckeAfD/1004

Man könnte in Anlehnung an den Alten Fritz schreiben: Der Parteivorstand ist der erste Diener seiner Partei!

2 Antworten auf „Der erste Diener“

WAS SICH VON GRÜNEN SELBSTÜBERSCHÄTZERN LERNEN LÄSST

Ein wenig bewundere ich die Grünen – vor allem die Frauen unter ihnen – ja dafür: An ihnen gleitet jede Kritik ab, so wie ein Spiegelei aus einer gut geölten Pfanne flutscht. Mit einem Standardrepertoire aus immer gleichen Satzbausteinen wird sie sogleich zurückgeschmettert und dem Kritiker zugleich ein schlechtes Gewissen eingepflanzt. Besonders ergiebig dabei ist der Vorwurf der Frauenfeindlichkeit, der beim Publikum immer gut ankommt. Dass man eine ihrer Damen einfach deshalb kritisiert, weil diese objektiv keinerlei nennenswerte Leistungen vorzuweisen hat, kommt ihnen erst gar nicht in den Sinn. Wenn es nicht so üble Konsequenzen für unser Land und die Reputation von Frauen in der Politik hätte, wäre so viel Selbstvertrauen glatt bewundernswert. Allerdings müssten wir auf die politische Gleichberechtigung wohl heute noch warten, wenn damals statt Elisabeth Selbert Grünen-Jungstar Emilia Fester im Komitee zur Niederlegung des Grundgesetzes gesessen hätte: Dem Rest der Delegierten wäre das Zutrauen in weibliche Politiker wohl dauerhaft abhanden gekommen.

Immerhin herrscht bei den Grünen ein gewisser Zusammenhalt – zumindest nach außen hin. Distanzeritis, wie sie in den sogenannten bürgerlichen Kreisen zum eigenen Statuserhalt gern praktiziert wird, kennen die Grünen nicht. Man zeigt Solidarität mit gebeutelten Mitstreitern. So wie etwa in diesem Tweet:

https://i0.wp.com/ansage.org/wp-content/uploads/2022/05/IMG_833A4C8E5C6F-1.jpeg?w=720&ssl=1

Für das Folgende möchte ich mich schon präventiv bei allen Papageienfreunden entschuldigen: Emilia Festers erster Auftritt im Parlament erinnerte mich an einen aufgeregten Kakadu, der als Maskottchen auf der Schulter eines Piratenkapitäns sitzt und seine einstudierten Sätze zum Besten gibt: „Kielholen! Alle Ungeimpften kielholen, ihr Süßwassermatrosen!“ Vielleicht sollte man am Rednerpult des Bundestages eine Sitzstange für einen dieser possierlichen Vögel anbringen. Verglichen mit den Diäten, die Fräulein Fester jeden Monat erhält, wären ein paar Beutel Sonnenblumenkerne deutlich günstiger zu haben. Aber ich bin auch ein wenig neidisch: So viel Selbstbewusstsein hätte ich in ihrem Alter gern besessen – und auch den Rückhalt, den sie in den sozialen Medien bei ihren unverbrüchlichen Anhängern genießt. Als von Selbstzweifeln geplagter Mensch steht man angesichts dieser lehrbuchhaften Personifizierung des Dunning-Kruger-Effekts oft vollkommen ratlos da und fragt sich: „Wie kommen die damit durch? Die Dämlichkeit ist doch nicht zu übersehen!“

Eben diese kaltschnäuzige, schmerzfreie Selbstsicherheit ist es wohl, welche die Basis beeindruckt – aber auch der Zusammenhalt. Es mag sein, dass die grünen Damen sich hinter den Kulissen gegenseitig die Augen auskratzen – ich weiß es nicht -, aber sie vermögen es, ihren Leuten das Gefühl zu vermitteln, nicht „allein auf weiter Flur für die Sache” zu streiten. Auch wenn wir über Inhalte und Personal nur den Kopf schütteln können, sollte es uns als Angehörigen des rechten oder konservativen Spektrums doch möglich sein, ein wenig von diesem grünen Zusammenhalt zu lernen – zumal wir doch eigentlich, evidentermaßen, die klügeren und erfahreneren Köpfe in unseren Reihen haben.Ähnlich sieht es auch mit den Inhalten aus: Wenn die Grünen eine Idee haben, die sie durchsetzen wollen, kennen sie keinerlei Zögerlichkeit. Dann rasiert das neue Windrad eben die Rosensträucher in deinem Vorgarten ab. Die Ideologie heiligt die Mittel! Während wir noch darum kämpfen, an der Debatte überhaupt beteiligt zu werden, setzen sie schon alle Hebel in Bewegung, um vollendete Tatsachen zu schaffen und ihre Ideen in die Wirklichkeit umzusetzen – wobei jeder Gedanke an die negativen Auswirkungen dieses Tuns erfolgreich ausgeblendet wird.

Vor dem Feldzug erstmal Facebook checken
Was haben wir dem entgegenzusetzen? Vor allem bürgerlich-konservative Politiker lassen oft bei der Durchsetzung eines Ziels einen gewissen Pragmatismus vermissen. Es verhält sich bei ihnen so, als würde ein General einen Feldzug planen und vorher die Facebook-Seiten aller beteiligten Soldaten prüfen, ob sie einmal einen unpassenden Scherz gepostet haben. Dabei schaut unser Feldherr wohlgemerkt nicht darauf, ob der Beitrag ihm selbst missfällt, sondern malt sich die Reaktionen des Gegners darauf aus: Könnte dieser dieser etwas gegen den Soldaten einzuwenden haben? Es versteht sich von selbst, dass eine derart durchgeplante Truppe schon überrannt worden wäre, bevor sie ihr erstes Zelt aufgebaut hätte. Zumal sie der anderen Seite bereits die Arbeit abgenommen hat, nach passenden Angriffspunkten zu suchen.

Man will nicht mit den falschen Leuten gesehen werden. Das wäre in Ordnung, wenn dahinter echte innere Überzeugung stünde. Ein Wagenburgkomplex jedoch, der jegliche interne Kurskorrektur verhindert, ist ebenso falsch. Es geht vielmehr um solche Fälle, wo etwa zwischen Werteunion und AfD weitgehende Übereinstimmung besteht – etwa in Fragen der Grenzsicherung. Doch da würde sich sogar ein durchaus tapferer Hans-Georg Maaßen eher den großen Zeh abhacken, bevor er zumindest ein temporäres Zweckbündnis mit der AfD einginge. Die Angst um den eigenen Ruf treibt solche Menschen vor sich her – und nicht etwa die Furcht, ihre Werte zu verraten. Politische Gegner können diese Angst nahezu riechen. Sie müssen nun nichts anderes mehr tun als mediale Markierungen zu setzen. Den Rest erledigt der Konservative selbst, teilweise sogar gründlicher: „Selbst die eigene Blase will nichts mit XY zu tun haben!”, lautet die nach außen gerichtete Botschaft.

Mangelnde Loyalität und Nachsicht
Ähnlich handelte nun die AfD in Niedersachsen, als sie ihrer eigenen Jugendorganisation die Zusammenarbeit aufkündigte. Nach ihrem Wahldebakel wurde eifrig nach Schuldigen gesucht – natürlich nicht in der eigenen Kerntruppe! -, und wie üblich musste zunächst einmal die Ost-AfD als Verursacher herhalten, obwohl man im Westen von deren Wahlergebnissen nur träumen kann. Warum es nun die eigene Parteijugend getroffen hat, kann man nur spekulieren: War das ein kleines Wohlwollensgeschenk an den Verfassungsschutz? Joana Cotar, stets auf „Bürgerlichkeit” bedacht wie einst Jörg Meuthen, freute sich offen über die Entscheidung und ließ auf Twitter einen Stein der Erleichterung von ihrem Herzen plumpsen. An der Radikalität der Jungen Alternative kann das wohl kaum gelegen haben; mir ist jedenfalls nichts von Käseigeln mit Hakenkreuz-Fähnchen bei JA-Treffen bekannt.

Auch hier gilt wieder, dass andere Parteien deutlich mehr zu ihrer Jugend stehen und nachsichtiger sind – weil als Faustregel gilt, dass diese sich ein bisschen austoben muss, bevor sie in der politischen Realität ankommt. Die Jusos proklamieren auf ihrem Parteitag schon einmal den Sozialismus – und keinen stört es. Ein Vertreter der jungen Grünen startet in den sozialen Medien eine Umfrage, ob man Nazis töten dürfe – es juckt niemanden, obwohl deutlich ist, dass der junge Mann hier nicht etwa den schon toten Hitler gemeint hat, sondern alles rechts der eigenen Partei. Gewiss sollte sich die AfD nicht demselben ideologischen Starrsinn hingeben, der die Linken und Grünen antreibt. Aber es kann nicht schaden, die eigenen Strategien zu durchleuchten, und sich gegebenenfalls etwas davon abzuschauen – vor allem, was innere Loyalität und Einigkeit nach außen angeht. Wer sich nicht selbst wertschätzt, sondern stets auf die Erwartungen von außen schielt, handelt wie ein Autofahrer, der Gas- und Bremspedal gleichzeitig heruntertritt. Wirklich voran kommt man so nicht.

https://ansage.org/__trashed/

In Rheinland-Pfalz hat die Basis, also jedes einzeln Mitglied, dem Landesvorstand zu dienen und ohne Widerworte gehorsam zu leisten. Den Anweisungen der Putzgruppe Ziegler & Schattner ist jederzeit folge zu leisten.

Auch wenn in Riesa ein neuer dynamischer und Leistungsfähiger BuVo gewählt werden sollte, ist der angerichtete Schaden der gehässigen und kleingeistigen Gemäßigten und billigen Wendehälse zu beheben und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.
Frage: Was machen mit Leistungsunwilligen und zur Leistung unfähigen MdBs und MdLs?
In RLP kann man ein Lied davon singen wie skrupellos Versorgungssuchende vorgehen um Ziele zu ihrem Wohl zu erreichen. Wenn sie ihr Auskommen auf kosten der Nettosteuerzahler erreicht haben ist 4 respektive 5 Jahre ausruhen angesagt. Ab und an eine Rede knapp über Stammtisch und man glaubt Politik gemacht zu haben.

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